Zur Ruskazeit am Inari

von SteffenNitzsche | 10. Oktober 2011

Wiedereinmal waren wir in Finnisch Lappland mit fintouring unterwegs und zum dritten Mal im September zur Ruskazeit.

Diesmal hatten wir uns die Region um den Inari ausgesucht und wurden nicht enttäuscht. Zum ersten Mal war aber das Flugzeug mit Leihwagen als Anreise gebucht. Man ist schnell oben und und es hat auch alles reibungslos geklappt. Und man spart Zeit. Natürlich ist auch eine Anreise mit Fähre und eigenen Auto ein schönes Erlebnis wie wir es schon gemacht haben.

Jedenfalls wurden wir in Ivalo von einen tollen Sonnenuntergang in den schönen Herbstfarben empfangen. Da konnte der Urlaub nur gut werden. Das Kelo-Blockhaus in Kaamanen war schön urig und hatte alles nordische zu bieten. Man fühlte sich gleich wohl. Sauna, in 20m der See  mit Blick nach S und W und die schöne Natur, die geschmackvolle Einrichtung….was will man mehr.

Und gerade angekommen , der fast volle Mond schien ganz tief, flackerte das erste , aber auch einzige Nordlicht in diesen Urlaub über dem Blockhaus.

In den nächsten Tagen genossen wir die herbstliche Natur und die intensive Laubfärbung, die bei Regen bei feuchten Wetter besonders intensiv leuchtet.

Ausflüge an die russiche Grenze nach Nellim und Richtung Norwegen nach Kangasniemi folgten. Dort war der Herbst schon weit fortgeschritten.

Besonders schön war es auch am Haus wo man die Vögel, Meise, Kukkeli, Specht, und auch Eichhörnchen und Lemminge beobachten konnte. In der näheren Umgebung gabs es viele leckere Pilze und auch ein Elch und die Schleiereule konnten wir sehen. Im Dorf Kaamanen gibts eine schöne Gaststätte mit feinen Essen und Gemütlichkeit.

Abends am Lagerfeuer und in der Sauna mit einen Lapin Kulta war es dann besonders schön wenn das der Wind einschlief.

Leider war die Zeit zuschnell vorbei und nach einer Woche ging es heim.

Bis zum nächsten Mal…denn wir werden wiederkommen.

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Reisebericht von Frau Fossgreen

von Lisa | 24. August 2011

Sommer 2011: Inselhüpfen in der Ostsee
Es ist Anfang August, vier herrliche Ferienwochen liegen hinter mir. Auf die Frage nach der Herkunft meiner Urlaubsbräune antworte ich stets wahrheitsgemäß “Finnland und Schweden”. Die Reaktion “ja wie, scheint da auch mal die Sonne??” ist irgendwie vorprogrammiert. Klar scheint sie, und wie. Warm war es auch, und sogar das Badewasser hatte
angenehme Schwimmtemperatur, womit im Sommer 2011 sicher nicht jedes Reiseziel punkten konnte! Mehr Meer gibt’s im Schärenmeer. Die traumhafte finnische Seenlandschaft kannte ich nach einigen Finnlandaufenthalten ganz gut. Diesmal sollte es etwas maritimer sein. Das fintouring-Team hat mir daraufhin eine wunderschöne Tour durch die unzähligen Inseln und Schären im Südwesten Finnlands zusammengestellt.

Los geht’s am 27.Juni um drei Uhr nachts in Travemünde, wo die Finnlines täglich Richtung Helsinki ablegen. Die Abfahrtszeit meiner Europalink scheint ihre Tücken zu haben – sowohl ein Kölner Ehepaar als auch ein britischer Segler mit drei Booten im Gepäck, der bei der Regatta in Hanko starten will, sind 24 Stunden zu spät dran. Der folgende Tag auf See ist genau richtig, um in Urlaubsstimmung zu kommen: Schlafen, Essen, Lesen, Faulenzen, Wind und Sonne genießen. Auch die Pechvögel von heute Nacht sind noch mitgekommen. Die Kombifähre, eins der fünf Star-Klasse-Schiffe von Finnlines, bietet viel Raum, und dank Büffetrestaurant, Cafe, Bar Sauna, Fitnessraum, Sailor’s Shop und Spielen für kleine und große Kinder wird es bestimmt nicht langweilig an Bord! Obwohl die alten Schiffe der Hansa-Klasse, die ich von früheren Reisen noch kenne, auch ihre Reize hatten.

Ankunft in Helsinki am Dienstag Morgen – Sonne, blauer Himmel, 26 Grad. Diesmal keine Stadtbesichtigung, obwohl Hafen und Dom bei diesem Traumwetter verlockend wären. Statt dessen lege ich auf dem Weg nach Turku eine Pause in Fiskars ein, wo 1649 zwei holländische Kaufleute das “Solingen Finnlands” gründeten – die Firma macht inzwischen mit Messern, Scheren und Werkzeugen einen Umsatz von 650 Mio. Euro. Das sorgsam restaurierte Eisenhüttendorf beherbergt heute Museen und Künstlerateliers. Gemütlich bummle ich durch die ländliche Idylle mit weidenumstandenen Seerosenteichen, vorbei an den roten Holzhäusern der Arbeiter und den schönen Steinfassaden und Fensterfronten der alten Fabrikgebäude. Auf dem Flüsschen dümpelt eine Entenfamilie, das Museum ist liebevoll eingerichtet. Gegen Mittag erliege ich dem Duft frischgebackener Zimtschnecken in dem kleinen Cafe unter dem Uhrenturm, während aus dem Shop eine Gruppe Japanerinnen kommt, bepackt mit Tüten voller scharfer Souvenirs für die Männer daheim.

Kurz vor Turku verlasse ich die E18. Bei Kaarinen beginnt die südliche Schärenringstrasse, die mich meinem Ziel Korpo näher bringt und die über unzählige durch Brücken und Fähren verbundene Inseln durch eine fantastische Landschaft führt. Die erste größere Gemeinde ist Pargas. In der völlig von Wasser umgebenen Stadt befindet sich das größte Kalk- und Zementwerk des Landes, aber die Altstadt ist durchaus sehenswert. Leider wird die schöne Feldsteinkirche gerade renoviert. Nach einem Bummel durch Gamla Malmen mit den hübschen Holzhäusern ist es wieder mal Zeit für einen Kaffee im Garten des Museumscafes Fredrikantupa.

Die erste Fähre des Tages – im Verlauf meines Urlaubs sollten es ziemlich viele werden – geht nach Nagu. Zur Gemeinde mit den zwei Hauptinseln gehören noch weitere 3000 Schären und Klippen, und die Einwohnerzahl von 1500 wächst in der Hauptsaison schon mal auf das fünffache an! Dagegen ist “meine” Insel Korpo, von der mich jetzt nur noch eine Fähre trennt, fast ein touristisches Waisenkind. Super, dass die gelben Inselfähren des Schärenringwegs, die dauernd zwischen den Anlegern unterwegs sind, sogar für Autos umsonst sind! In Norwegen wird man auf solchen Inselrouten ein kleines Vermögen los.

Korpo und das einfache Leben.

Auch zu Korpo gehören 2000 Inseln, Schären und Klippen. Jetzt bin ich schon mitten im Meer, irgendwo im Grenzbereich zwischen Bottnischem und Finnischem Meerbusen. Weiter südlich beginnt der Saaristomeren Kansallispuisto, der Schärenmeer-Nationalpark. Nichts gegen Finnland, aber glücklicherweise ist diese Region überwiegend schwedischsprachig. Bis zum Kirchdorf Korpo fahre ich durch das waldreiche Bauernland der Hauptinsel Kyrklandet mit seinen leuchtenden Farbtupfern: gelbe Rapsfelder, rote Gehöfte und bunte Feldblumen am Wegrand. Dank der guten Wegbeschreibung von Fintouring finde ich am Ende einer Schotterstrasse problemlos den Hof meiner Vermieter Boje und Mia Nyström, die mich herzlich begrüßen. Sie strahlen wie fast alle Finnen soviel Wärme und Gastfreundschaft aus, dass ich mich gleich gut aufgehoben fühle!
Meine Hütte liegt ganz in der Nähe, im kleinen Privathafen Strömma. Sie ist sehr einfach und gehört auch nicht zum offiziellen Sortiment der perfekt ausgestatteten Mökkis von fintouring. Aber ich wollte einfach mal testen, ob ich auch mit wenig Komfort zurechtkomme, und so beziehe ich jetzt – noch etwas skeptisch – mein Domizil für die nächsten 10 Tage: Ein Raum aus Holzbalken mit Naturbelüftung, Bett, Tisch, Stühle, Kochplatte mit Geschirr und Besteck, kein Wasser, kein WC (das gibt’s draußen am Waldrand in Form einer  Biotrockentoilette, umgangssprachlich auch Plumpsklo genannt). Mia schließt noch schnell den kleinen Kühlschrank an – zum Glück gibt es Strom, sonst wäre es schwierig mit der Kamera! Beim Einräumen die üblichen Probleme – viel zuviel mitgeschleppt! Aber ich konnte ja nach meinen vorjährigen Wetterdisaster in Nordnorwegen nicht ahnen, dass mich
hier richtiger Hochsommer erwartet! Dann, in der Abendsonne, das erste Glas Wein vor meiner Hütte mit Blick auf Schilfufer und Bootssteg – super! Unterm Dachfirst vor
der Tür ertönt zartes Piepsen – im Schwalbennest warten die Jungen auf Mama mit Proviant, die sich anfangs doch etwas wundert, dass jetzt jemand hier wohnt!

Die 10 Tage in Strömma vergehen viel zu schnell, das einfache Leben macht mir vom ersten Tag an Spaß. Trinkwasser gibt es aus Kanistern, fließendes Wasser zum Waschen 20m weiter bei der Bootstankstelle – das etwas andere Wellness- Programm! Aber bei so perfektem Wetter kein Problem, außerdem kann ich jederzeit Mias Sauna und Dusche benutzen. Noch vorm Frühstück hüpfe ich vom sonnigen Steg aus in meinen “Privatpool” und schwimme ein paar Runden im herrlich klaren und überraschend warmen Wasser (20 bis 22 Grad) vor den Boothäusern. Hier baden auch meine Vermieter – nur mit dem Badelaken bekleidet auf dem Fahrrad zum Steg, Laken weg, rein ins Wasser, schwimmen, raus aus dem Wasser, Badetuch wieder drum, rauf aufs Rad und zurück! Ich nehme mir vor, mir wenigstens ein bisschen von der finnischen Unkompliziertheit anzueignen.

Eigentlich waren mehr Ausflüge und Besichtigungen geplant, aber wer will schon bei sonnigen 30 Grad im Auto sitzen und nach Turku fahren, selbst wenn die sehenswerte alte Hauptstadt Finnlands in diesem Jahr Kulturhauptstadt ist? Durch die Fähren ziehen sich die 70km ganz schön, und außerdem lockt der Bootssteg. …Today I don’t feel like doin’ anything! Bewaffnet mit Liegetuch, Buch und Kamera verbringe ich viele faule Stunden am und im Wasser. Es ist, zumindest während der Woche, total ruhig. Ab und zu macht jemand sein Boot klar und fährt zum Angeln, oder das Wassertaxi bringt eine Gruppe auf eine der zahlreichen Schären zum Sonnen und Baden. Seeschwalben und Möwen schießen im Sturzflug ins Wasser zum Fischen, eine Schwanenfamilie erkundet das Ufer. Fische springen in der Abendsonne und landen platschend auf der Wasseroberfläche, über der blaugrün schimmernde Libellen tanzen. Erholung pur! Erst am Wochenende wird es etwas lebhafter: Action auf allen Booten, und der Badebetrieb läuft richtig an. Wobei hier schon Betrieb ist, wenn zwei Familien die Bucht bevölkern.
Im Dorf Korpo kann ich Lebensmittel kaufen. Der kleine Markt auf dem Kirchplatz mit seinen farbenfrohen Blumen- und Obstständen bietet täglich (außer So) regionale Produkte. Die leckeren finnischen Erdbeeren haben jetzt Hochsaison, und auf den Inseln gibt es die besten Frühkartoffeln des Landes. Die schöne alte Feldsteinkirche aus dem 13.Jahrhundert ist mit ihren Wandmalereien und dem Sterngewölbe auch innen sehenswert! Der Supermarkt gegenüber ist gut sortiert, frisches Brot und Piroggen gibt es beim Bäcker. Infos zu  Veranstaltungen, Fähren und Ausstellungen hole ich mir zusammen mit einem Cappuccino in Hjalmars Cafe. Auch Gelegenheit zum Essengehen gibt es genügend: Das Restaurant Buffalo mit der tollen Sonnenterrasse im Hafen von Verkan grillt die besten Spareribs östlich von Texas! Auch in Rumar Strand bietet ein gemütliches Gartenlokal finnische Spezialitäten an. Auf dem Weg dahin unbedingt empfehlenswert: Der Aussichtsturm inmitten herrlicher Landschaft mit Felsen und Kiefernwald – der Aufstieg wird mit einem tollen Rundblick belohnt. Ganz im Süden der Insel liegt Korpoström – moderner Gästehafen und Schärenzentrum mit wechselnden Ausstellungen, Multimediashows und einem Restaurant, das täglich einen kompletten Lunch zu 10 Euro bietet. Von hier aus werden Bootstouren in den Nationalpark organisiert, und der lebhafte Hafen ist Kulisse für das jährliche  Jazzfestival, wenn Ende Juli die musikbegeisterte Insel mal wieder “swingt”. Auf Korpos kleinerem Inselteil Norrskata werde ich im Gartenrestaurant Verandan exklusiv bekocht, da ich an diesem schwülen Mittag die einzige Besucherin bin. Der frisch zubereitete Weissfisch ist lecker und die Unterhaltung amüsant: Der Koch, der erstmal einen Kartoffeltopf suchen geht und mir mitteilt, dass es jetzt aber noch ein bisschen dauert, ist eine Art schwedischer Althippie mit Stirnband. Seine Frau, so breit wie hoch, stammt von der Insel und erzählt von alten Zeiten, als Norrskata noch eine Gemeinde mit Schule, Kirche und 600 Einwohnern war. Davon sind heute gerade mal 100 übrig. Den einzigen Regentag nutze ich zum Besuch des Heimatmuseums, auf einem großen Gelände liebevoll angelegt. Der Guide im nahe gelegenen Bootsmuseum spricht perfekt deutsch und bedauert, dass die vielen Exponate – Boote, Traktoren, Maschinen, die alte Dorfapotheke und sogar ein stark nach Folter aussehender Zahnarztstuhl – auf viel zu kleinem Raum untergebracht sind. Zudem hat die Schneeschmelze nach dem harten Winter im Untergeschoss ziemlichen Schaden angerichtet.

Eine schöne Tour führt mich auf die nordwestlich gelegenen Inseln. Von Galtby aus steuern die gelben Inselfähren Houtskär und Mossala an. Highlights: Das tolle Panorama vom Aussichtspunkt Borgberg und die rote Holzkirche in Näsby, wie jede ordentliche Schärenkirche mit einem schönen alten Votivschiff ausgestattet. Im äußersten Westen Houtskärs endet die Strasse im alten Fischerdorf Hyppeis mit den roten Bootshäusern und den halbverfallenen grauen Stegen vor tiefblauem Wasser, alles eingerahmt von üppig wuchernden pinkfarbenem Fingerhut. Der Ort ist so malerisch, dass sich an den strategisch günstigsten Punkten die Mitglieder der Reisegruppe “Aquarellmalen im Urlaub” platziert haben. Auf der Rückfahrt gibt es zusätzlich zum Sonnenbad noch die Finnclipper hautnah – irgendeine der großen Ostseefähren ist zwischen den Inseln immer in Sicht.

Nagu mit seinem pulsierenden Hafenleben ist touristisches Zentrum. Für Liebhaber von Booten gibt es jede Menge toller Yachten zu bewundern. An der kleinen Flaniermeile Shops von Kitsch bis Edeldesign, eine Sushibar, Cafes, Pizzerias und das schöne Hotel Strandbo mit dem Restaurantschiff Najaden und dem edlen L’Escale. Gegen Mittag gehe ich an Bord der MS Linta, die täglich zur Insel Själö ablegt. Die Fahrt durch die Inselwelt auf dem sonnigen Deck ist ein Traum! Själö (finnisch Seili) war im 17.Jahrhundert eine Leprakolonie, später wurde die abgeschiedene Insel Heimat für psychisch Kranke. Heute beherbergen die ehemaligen Klinikgebäude Teile der Universität Turku. Hier gibt es keine Autos, die Wege führen durch herrliche Natur mit von Sanddornsträuchern gesäumten bunten Wiesen. Nur Vogelgezwitscher unterbricht die totale Stille an diesem schwülen Sommertag. In der alten Holzkirche waren die Kranken früher hinter hölzernen Absperrungen untergebracht, streng getrennt von der übrigen Gemeinde, was ein etwas beklemmendes Gefühl hinterlässt. Bei “Börje Fisk” am Hafen von Nagu steigt verlockender duftender Rauch auf. Hier räuchert einer der letzten Inselfischer täglich seinen Fang selber – lecker! Dazu die kleinen Pellkartoffeln, Dill und Zitrone – mein Abendessen ist gesichert!

Warum gibt es immer einen letzten Tag? Noch einmal Sonne satt, schwimmen und dem Schilf beim Rauschen zuhören. Ich werde das herrlich einfache Leben in meinem kleinen Paradies in Strömma sehr vermissen. Einziger Trost: der weitere Reiseverlauf hat bestimmt noch viele Highlights für mich im Gepäck!

Das erste ist gleich mal die Fahrt auf meine erste Ålandinsel Kökar. Am frühen Nachmittag legt die MS Knipan in Galtby ab. Neben uns liegt die Albanus vor Anker. Der Zweimastschoner ist der Nachbau eines åländischen Frachtseglers und wird zu Fahrten zwischen den Inseln verchartert. Nicht ohne Neid sehe ich den Jugendlichen zu, wie sie Masten, Segel und Deck startklar machen und sich dazwischen zur Abkühlung übermütig mit Eimern voll Seewasser bespritzen – einen Segeltörn auf so einer Schönheit würde ich bei diesem Traumwetter auch gern machen!

Auf zu neuen Inseln

Nach 2 Stunden sonniger Fahrt auf einer der schönsten Schärenrouten Finnlands ist Kökar erreicht, die südöstlichste bewohnte Insel des Ålandarchipels. Mein Hotel Brudhäll mit seiner roten Holzarchitektur passt perfekt in die Landschaft der Insel und liegt direkt am Yachthafen von Karlby. Luxus pur – ein eigenes Bad! Ein gemütliches Abendessen auf der Terrasse des Restaurants ist ein toller Abschluss eines weiteren herrlichen Urlaubstages. So lässt es sich leben! Direkt neben mir edle Yachten, der Blick über Bucht und Hafen rechtfertigt den stolzen Preis für ein Glas (exakt abgemessenen!) australischen Chardonnay. Kökar ist eine zerklüftete, felsige Inselschönheit. Rad- und Wanderwege führen zu einsamen Buchten, wo riesige glatt geschliffene rosa Granitklippen immer wieder den Blick auf das Segelrevier zwischen den weiter draußen liegenden Schären freigeben. Die rote Kirche mit dem separaten Glockenturm liegt dicht an der Küste. Sie wurde auf den Ruinen eines Franziskanerklosters erbaut, eine Ausstellung zeigt Exponate der Ausgrabungen. Bei Otterböte folge ich einem schmalen Weg durch dichten Wald und Heidelandschaft. Leider habe ich das Mückenspray im Auto gelassen! Auf einer Lichtung unterhalb der Felsen sollen die Überreste einer bronzezeitlichen Seehund-Jagdsiedlung erkennbar sein..na ja.

Am Nachmittag geht es weiter. Am Fähranleger eine alte Bekannte: Die Albanus steuert Kökar an und hat durch starken Seitenwind einige Schwierigkeiten beim Festmachen. Das Warten auf die Fähren wird hier jedenfalls nie langweilig! Während wir uns Föglö nähern, werden auf dem Sonnendeck Reisetipps weitergehgeben und email-Adressen ausgetauscht. Im Hauptort Degerby der bäuerlichen Insel liegt der alte Gasthof Enigheten. Der historische Gebäudekomplex mit Haupthaus, Speicherhäusern und einer Windmühle hat eine lange Geschichte als Thingstätte und Gerichtsplatz. Das gemütliche Gartenrestaurant ist heute am Samstag gut ausgelastet, und ich muss eine Weile in der Abendsonne warten, bis ich in den Genuss der leckeren Elchklösse mit Preiselbeeren komme. Mein sehr einfaches, aber niedliches Zimmer ist über eine steile dunkle Holzstiege zu erreichen, die das Prädikat historisch wirklich verdient. Um halb zwei Uhr nachts schrillt der Feuermelder los – alle Mann runter in den Hof! Glücklicherweise falscher Alarm, doch die nervige Sirene lässt sich nur schwer wieder abstellen, und da man jetzt schon mal wach ist, wird die  Schlafunterbrechung gleich für einen Besuch des etwas weiter entfernten Örtchens benutzt. Am Sonntagmorgen ein Bummel durch das idyllische Degerby mit dem kleinen Segelhafen, den schönen Bauernhäusern und den gepflegten Gärten voller Rosen und Eibisch. Etwas entfernt liegt die aus Feldsteinen errichtete Skt. Magdalena Kirche, deren älteste Teile aus dem frühen 14.Jhdt. stammen. Die Zeit bis zur nächsten Etappe vertreibe ich mir im Strandbad. Das Wasser ist super, und der Sprungturm bietet einen tollen Rundblick!

Gegen Mittag fahre ich auf das Autodeck der MS Skarven. Auch diese dritte Fährpassage ist mit den 25 Euro abgegolten, die ich anfangs in Galtby bezahlt habe – wirklich günstig, wenn man bedenkt, wie oft und wie pünktlich die Schiffe von Ålandstrafiken hier zwischen den Inseln verkehren! Auch auf der kurzen Überfahrt nach Svinö haben wir eine Schiffsbegegnung der größeren Art – die Silja Galaxy ist unterwegs von Turku nach Stockholm. Da die Entfernungen auf den Ålandinseln nicht sehr groß sind, nutze ich den Nachmittag zu einer Rundtour, bevor ich mein Tagesziel Vårdö ansteuere. Kreuz und quer durch herrliche Natur, Wälder, bunte Wiesen und winzige Dörfer mit den typischen roten Windmühlen und den üppig geschmückten Mittsommerbäumen. Ein Kontrast zu den Granitklippen: das prächtige Post- und Zollhaus in Eckerö, zur “russischen Zeit” der Inseln eine wichtige Station des Postwegs von Stockholm nach St. Petersburg. Åland hat eine interessante Geschichte und ist landschaftlich so abwechslungsreich, dass es noch einige Urlaube wert ist!

Nach vielen Brücken und einer kleinen Kabelfähre komme ich auf Vårdö an und beziehe mein Zimmer in einem der kleinen Blockhäuser von Bomans Gästhem, einem neu renovierten Bauernhof in einem riesigen Garten. Die Wirtsleute sind sehr nett und hilfsbereit, der Standard ist topp, es fehlt wirklich an nichts! Eine gute Wahl von fintouring, mich hier für drei Tage einzuquartieren. Nicht so weit von “Festland Åland” mit Mariehamn entfernt, aber mit genügend Wald, Klippen und Stränden für viele tolle Sommererlebnisse! Vårdö liegt im Westen des åländischen Inselreiches. Die Apfelplantagen hier sind die Quelle des guten Insel-Cidre und des exquisiten “Alvados”. Eine weitere Besonderheit auf dem “Spirituosen-Sektor” Ålands ist der vermutlich älteste trinkbare Champagner der Welt, von dem Taucher im Jahr 2010 einige Flaschen in einem Schiffswrack im Süden der Inseln entdeckten, vermutlich ein Geschenk des französischen Königs Ludwig XVI. an den russischen Zaren. Der derzeitige Lagerort der 200 Jahre alten Kostbarkeiten wird vorsichtshalber geheim gehalten. Über Brücken und schmale Landzungen erreiche ich auf Strassen, die direkt durchs Wasser zu führen scheinen, den nördlichen Inselteil Sandö. Die Wegränder sind voll von kleinen leckeren Walderdbeeren, auf den glatten Klippen brüten Möwen und Austernfischer. Noch weiter nach Norden geht’s mit der Fähre zu den einsamen Inseln Östra und Västra Simskäla. Bei den malerischen Bootshäusern wartet eine Gruppe Radler auf die Fahrradfähre. Die Klippen bei Båthusodden auf Sandö werden schnell zu meinem Lieblingsplatz. Das Wasser ist toll zum Schwimmen, so klar, dass man bis auf den Grund sieht, auf den sonnenwarmen Felsen wird man ohne Handtuch trocken. Durch halb geschlossene Augen bewundere ich die Seekajaks vor der Bucht – ach, wenn Faulsein nicht so schön wäre…

Die  Inselhauptstadt Mariehamn ist unbedingt einen Ausflug wert. Auf dem Weg dahin liegen die Ruinen der gewaltigen Festung Bomarsund, einst von Russland als “Gibraltar des Nordens” gebaut, aber noch vor der Fertigstellung im Krimkrieg zerstört. Weithin sichtbar sind die imposanten Mauern von Schloss Kastelholm, ehemals Landsitz der schwedischen Könige. Mariehamn ist vor allem durch die allgegenwärtige maritime  Atmosphäre attraktiv. Pulsierende Yachthäfen auf beiden Seiten der Landzunge, im Westhafen das Prunkstück der Stadt, die Viermastbark Pommern, die an die großen Zeiten Anfang
des 20. Jahrhunderts erinnert, als hier die größte Segelschiffflotte der Welt beheimatet war. Auch die verschnörkelten Holzfassaden der Bürgerhäuser in der Södragatan zeugen vom Wohlstand der autonomen Inseln mit eigener Gesetzgebung und eigenen Briefmarken. In der Fußgängerzone Gelegenheit für den mal wieder längst fälligen Kaffee in einem der gemütlichen Innenhöfe zwischen den alten Backsteinbauten. Auf dem Weg zum Osthafen großzügige Grünflächen und moderne Architektur, bei der Holz, Glas und das typische Rot des åländischen Granits dominieren. Ein guter Tipp für wirklich schöne Mitbringsel ist “Salt”, ein Kunsthandwerkshop im historischen Seeviertel. Hier treffe ich zum dritten Mal auf meiner Reise die Galeasse Albanus wieder, die zusammen mit anderen Schonern und Holzbooten an der Pier liegt.

Jetzt geht sie wirklich zu Ende, meine Zeit in Finnland. Zum Abschluss noch mal in der gepflegten Sauna bei Bomans schwitzen, bevor es ans Packen geht. Ein nächtlicher Aufbruch ist angesagt, da meine Fähre um 4.35 Uhr in Mariehamn ablegt. Die kleine Kabelfähre zwischen Töftö und Sund verkehrt theoretisch rund um die Uhr. Nachdem es mir gelungen ist, den Fährmann zu wecken – er ist vorm Fernseher in seinem Häuschen eingeschlafen – werde auch ich übergesetzt. In Mariehamn bin ich um diese Zeit das einzige Auto im Fährhafen, was ein bisschen unheimlich ist. Die Silja Symphony legt kurz an – sieht schon gewaltig aus, wenn so ein Koloss im Hafen wendet – bevor die Mariella der Viking Line – extra für mich! – festmacht und die Luke zum Autodeck öffnet!

Am Mittwoch, dem 13.7., komme ich um 9.40 Uhr in Stockholm an. Es liegen noch einige Sommertage in Schweden vor mir. Höhepunkte auf meinem Weg zur Westküste: Das Bilderbuchstädtchen Mariefred mit Schloss Gripsholm, eine Sommeridylle, in dessen romantischem Schlosspark sich verliebte Paare Tucholsky vorlesen. Dalsland, die Region, die mit ihren tiefen Wäldern und riesigen Seen, Kanälen und Herrenhöfen alle Inga-Lindström-Klischees in sich vereint. Der riesige Vänernsee, die bronzezeitlichen Felsritzungen von Tanumshede. Und zuletzt noch mal Badespaß in Heestrand bei Hamburgö, wo ich im schön renovierten Kustnära Vandrahem rechtzeitig übers Internet gebucht hatte.

Am Montag, dem 18.Juli, legt die Stena Scandinavica abends bei strahlender Sonne in Göteborg ab, Fahrtziel Kiel. Jetzt hat mich der Alltag wieder im Griff. Aber wenn es bei der Arbeit mal stressig wird, denke ich mich einfach nach Korpo zurück, auf meinen sonnigen Bootsteg im Schilf! Es war ein toller Urlaub, rundum gelungen, alles hat super geklappt, nicht zuletztdank der guten Organisation durch das fintouring-Team. Dafür an dieser Stelle nochmals vielen Dank, besonders an Frau Donath und an Familie Lang, die ich während meines  Aufenthaltes auf Korpo kennen gelernt habe!

Terve Suomi – bis zum nächsten Mal!

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Sommerurlaub in Finnland 2011

von Liisa Ahrens | 1. August 2011

Vielen Dank für die perfekte Organisation Unseres Sommersurlaubs von Deutschland über Schweden nach Finnland – nur mit einem kleinen Vermutstropfen: das Hotel Scandic Ariadne in Stockholm würden wir nicht weiter empfehlen. Das Hotel besitzt 2 Restaurants und Bars, aber es war nicht möglich abens nach Ankunft (am 6.6.11) dort irgendwas zum Essen oder Trinken zu bekommen. Die Fahrstühle haben nicht funktioniert, so dass wir unser Reisegepäck durch die Gegend schleppen mussten. Ebenso war die Tiefgarage schwer auffindbar, ohne Hinweis um welche Garage des Hotels es sich hier handelt.
In Zukunft bitten wir um eine Alternative in Stockholm.
Das Feriendorft Lomamökkilä wiederum hat ein ganz großes Lob verdient. Nette aufmerksame Gastwirte und individuelle gemütliche und gepflegte Atmosphäre!

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Opernkarten für den 14.7.2011 zu vergeben!

von Lisa | 29. Juni 2011

Liebe Finnland- und Musikfreunde,

eine musikbegeisterte fintouring-Kundin kann leider nicht, wie geplant, zum bekannten Opernfestival nach Savonlinna reisen. Daher würde sie gerne 2 Karten für die Neuinszenierungen von Mozarts Don Giovanni, die am 14.07.2011 vor der Kulisse der mittelalterlichen Burg Olavinlinna gezeigt wird, zu einem günstigen Preis weitergeben.

Haben  Sie Interesse? Dann melden Sie sich bitte gern bei uns!

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Urlaub mit Suchtpotential

von Lisa | 10. Mai 2011

Unterwegs mit Schlittenhunden am Polarkreis
Ein Reisebericht von Frau Fossgreen

Mein Winterabenteuer beginnt. Ich stehe auf der Bremse meines Hundeschlittens, beide Hände fest um den Griff gekrallt, zusätzlich gehalten durch den Schneeanker und eine um den Baum geknotete Leine. Adrenalinspiegel und Puls sind oben, ebenso wie bei den fünf Hunden meines Gespannes, die kaum noch zu halten sind. Das Geheul der 32 Huskies unserer sechs Teams mischt sich in das Protestgeheul der 90 übrigen Tiere, die im Kennel der Saija Lodge bleiben müssen. Endlich – die letzte Sicherung wird gelöst, und mit einem Riesensatz schießt der Schlitten nach vorn, hinein in die Wildnis Nordostfinnlands.

Es geht los
Der Start hat geklappt. Immerhin stehe ich noch auf den Kufen, es wird etwas entspannter. Der eisige Wind – das Thermometer war in der Nacht auf minus 24 Grad gefallen – tut erstmal gut. Das erste Mal durchgeschwitzt war ich nach dem Anlegen der Thermokleidung mit mindestens drei Schichten Unterzeug. Das zweite Mal beim dem langwierigen Prozess, fünf zwar
freundliche, aber äußerst lebhafte Hunde ordnungsgemäß vor den Schlitten zu spannen. Wer zieht wen aus der Box? Frank, ein typischer grauweißer Husky, und der wuschelige hellbraune Nome sind meine Wheeldogs. Sie werden direkt vor dem Schlitten laufen und die meiste Zugarbeit leisten. Die beiden Kraftpakete befördern mich innerhalb von zwei Sekunden in den Tiefschnee, bevor es mir gelingt, sie an der eisernen Stakeout-Kette zu “parken”. Mit Handschuhen ist es echt schwierig, die Karabinerhaken zu befestigen, aber ohne werden die Finger sofort eisig und taub. So einfach wie in den Alaskafilmen scheint Mushing nicht zu sein! Dann das “Harness”, das bunte Geschirr aus festen gepolsterten Stoffbändern anlegen: Hund zwischen die Beine nehmen, Kopf und Vorderpfoten durch, fertig. Wenn dann noch alle Huskies mit ihren Zug- und Neckleinen an der zentralen “gangline” festgemacht sind, ist der – für einen Anfänger wie mich – anstrengendste Teil überstanden – uff!

Ich liebe Hunde. Besonders Huskies, und vor allem natürlich meine fünf Fellnasen, die mich jetzt zwei Tage durch die verschneite Taiga ziehen sollen. Im Moment bin ich allerdings eher genervt. Das erste Stück des Trails führt durch Wald. Mit interessanten Bäumen! Windy vorn links schert aus, um eine viel versprechende Spur näher zu untersuchen. Vorne rechts beschließt die zweite Leithündin Inga, wie Windy auch eine schöne kräftige Siberian Husky, lieber selbst eine Markierung zu setzen. Meine “line out!!!” Schreie werden
ignoriert, gehorchen tun diese Hunde nun wirklich nicht, schließlich wollen sie den wochenweise wechselnden Touristen eine ordentliche Show bieten! Nach 50 Metern muss die in der Mitte laufende Saana ein dringendes Geschäft erledigen… Ich kann nur hoffen, dass sich die verhedderten Leinen im Verlauf der Strecke wieder selbst entwirren.

Das ultimative Winterfeeling!
Auf dem zugefrorenen See Jokijärvi finden die 6 Gespanne endlich einen ruhigeren Rhythmus. Jari, unser Guide, ist mit dem Motorschlitten inzwischen weit vorausgefahren, damit wir die Fahrt ohne Gestank und Motorengeräusch genießen können. Fantastisch! Ich glaube, ich habe noch nie eine so schöne Winterlandschaft gesehen. Die schmalen hohen Tannen sind dick verschneit, zarte Birken biegen sich unter der Last der weißen Polster zu bizarren Formen, alles unter einem Himmel von unglaublich klarem Hellblau. Die tief stehende Sonne verwandelt die Schneedecke in ein glitzerndes Diamantenfeld. Die einzigen Geräusche sind das Gleiten unserer Kufen und das Hecheln der Hunde. Und irgendwann ein “Urschrei” von mir – ich muss diesem Gefühl grenzenloser Freude und Freiheit einfach mal Luft machen!

In regelmäßigen Abständen checkt Jari seine Truppe. Alle Gespanne kommen hinter seinem Motorschlitten zum Stehen. Fast alle, denn auch mein volles Gewicht auf der Bremse hindert Windy und Inga nicht, auf den Schlitten vor mir aufzulaufen. Sind alle 6 Teams noch da? Gibt es Probleme? Hinter mir bei Alans Team muss eine Rauferei zwischen seinen zwei kräftigen Leaddogs geschlichtet werden, und auch bei Klaus im 6.Gespann hat es eine blutige Hundenase gegeben. Kaum ist Jari wieder vorn, hat es meine kleine Saana geschafft, sich beim Wälzen im Schnee fast komplett von ihren Geschirr zu befreien. Jari bringt auch das mit einem beherzten Handgriff in Ordnung. Endlich alles klar? Es geht weiter, und Jari und sein Skidoo sorgen dafür, dass alle sicher über eine Landstrasse kommen, die unseren Trail quert.

Mittagspause. Die Gespanne werden auf dem Waldweg oberhalb unseres Rastplatzes mit Leinen und Schneeankern gesichert. Erstmal eine “Knuddel- und Schmuserunde”, dann werden aus jedem Team ein bis zwei notorische Rabauken und “Leinenzerbeißer” rausgenommen und separat festgemacht. Inzwischen hat unser Guide den Windschutz am See wohnlich hergerichtet.
Wir sitzen auf Holzbänken mit weichen Rentierfellen um ein prasselndes Lagerfeuer herum. Besonders bei den weiblichen Mushern ist jetzt Händewärmen angesagt, denn trotz Sonne klettert die Temperatur heute Mittag nicht über 15 Minusgrade. Aus Jaris Hänger werden Thermoskannen mit heißem Preiselbeersaft zutage gefördert, den wir aus der traditionellen
“kuksa”, der handgeschnitzten Tasse aus Birkenholz, schlürfen. Der gusseiserne Topf mit Gemüsesuppe hängt überm Feuer, der größte Hunger wird schon mal mit belegten Broten gestillt. Endlich Zeit für Fotos. Der malerische See, die Gruppe bei der Rast, die Hunde – das Abenteuer will schließlich dokumentiert sein. Bilder während der Fahrt sind leider schwierig, denn selbst wenn es mir mal gelingt, die Kamera aus dem Schlittensack zu holen, kann ich sie mit Fäustlingen nicht bedienen. Kaffee darf als Abschluss einer finnischen Mahlzeit nicht fehlen. Beim Outdoorlunch wird er traditionell in der rußgeschwärzten Kanne über dem Feuer aus Kaffeepulver und geschmolzenem Schnee gekocht. Dazu wärmen
wir an Holzstecken süße “munkkis” auf, eine Art finnische Donuts.

Englisch überwiegt bei der Unterhaltung. Unser 6er-Trupp besteht aus zwei britischen Paaren, Liz und Alan, Kathy und Matt. Der weitgereiste Klaus aus Berlin ist in punkto Huskytouren schon ein alter Hase, und ich bin dankbar für seine Tipps. Alle haben sich erst vor zwei Tagen kennen gelernt, aber schon jetzt sind wir ein eingeschworener Haufen! Jeder hilft dem anderen, was spätestens jetzt nach der Pause wieder nötig ist – die verspielten und ausgeruhten Hunde wollen zwar laufen, aber dazu muss das Gespann erstmal wieder zur Ordnung gerufen werden!

Der letzte Teil der Strecke vor unserer Wildnishütte hat es noch mal in sich. Jari traut uns nun schon einen anspruchsvolleren Trail zu. Auf stark
ansteigenden Waldwegen stoße ich mich mit einem Bein wie beim Tretroller ab, oder ich laufe überhaupt mit. Die Hunde brauchen diese Entlastung bei meinem Leichtgewicht zwar nicht unbedingt, aber ein bisschen Rennen wärmt! Wenn es steil abwärts geht, wird ebenso wie vor scharfen Kurven abgebremst. Ansonsten kann man den Schlitten wie beim Skilaufen durch Gewichtsverlagerung lenken. Da wir alle inzwischen ein gutes Gespür für den Schlitten haben, machen uns diese kurvigen Waldwege am meisten Spaß!

Harjajärvi – einfach, urig und gemütlich

Gegen halb vier, gerade noch im letzten Tageslicht, erreichen wir unser heutiges Ziel, das Wildniscamp Harjajärvi. Die Vierbeiner werden ausgespannt und jeder vor seiner eigenen mit Stroh ausgelegten Hütte festgemacht. Im Gegensatz zu ihnen müssen wir sechs Zweibeiner uns eine Hütte teilen…
Es gibt erstmal wieder Kaffee und Tee. Während Jari mit großen Milchkannen zum Wasserholen im See fährt, widmen wir uns den diversen Wärmequellen.Mit Stirnlampen bewaffnet, knien Liz und Alan vor dem Ofen und pusten die immer wieder ersterbende Glut an. Ich habe mit dem Saunaofen auch meine Schwierigkeiten, das Papier brennt zwar, nicht aber die eiskalten Holzscheite. Als praktischer Finne hätte ich jetzt einen kleinen Vorrat an trockener, lange glimmender Birkenrinde aus meiner Anorakinnentasche gezaubert…

Fütterung der Wölfe. Die Plastikeimer mit den eingeweichten Pellets sind inzwischen in der Sauna auf “Betriebstemperatur” gebracht worden. Mit Fressnäpfen und Schaufeln (zum Häufchenschippen) machen wir uns auf den Weg, immer dem Geheul nach. Jeder soll sein eigenes Team versorgen, doch jetzt ist es stockdunkel. Wie soll ich da meine Hunde finden? Wir beschließen, lieber systematisch der Reihe nach zu füttern. Die meisten hauen so rein, als wollten sie den Napfboden durchstoßen und fordern lautstark einen Nachschlag. Andere wieder schnuppern erstmal vorsichtig und schlabbern dann die Matsche recht gesittet. Minni kippt ihren Napf mit der Pfote um, um vom Boden zu fressen. Und meine Saana hat gar keinen Hunger…

Während sich unser guter Geist Jari dem Abendessen widmet, dürfen wir uns in der jetzt knuffig heißen Sauna aufwärmen. Super! Unter großem Gejohle wälzen wir uns zum Abkühlen direkt neben der Saunahütte im Schnee und haben dabei einen Riesenspaß. “Dinner is ready!” Da kann man nicht meckern: Frisch gebratener Lachs mit Kräutersoße, Zitronenschnitze, Salat mit Dressing, Kartoffeln, eingemachte Waldbeeren als Nachtisch. Alles aus der Gegend und genauso gut wie die leckere finnische Hausmannskost in der Lodge, Jari hat sich selbst
übertroffen! Wir genießen das Fünfsternemenü in unserem rustikalen Ambiente. Nach dem gemeinsamen Abwasch wird es gemütlich. Strahlende, von Anstrengung und Saunadampf gerötete Gesichter. Von Jari lernen wir alles, was wir über finnisches Landleben, Hunde, die Jagd auf Elche und Bären und die Rentierhaltung wissen wollen. Was würde passieren, wenn wir versehentlich über die nur 50 km entfernte russische Grenze geraten – Gulag oder gleich die Kugel?? Hoffnungsvoller Blick zum klaren Himmel: Ob wir heute wohl Polarlichter sehen werden? Zu früh im Jahr und noch zu weit südlich, meint unser Tourguide. Aber wenn wir den exquisiten Birnenschnaps, den Klaus netterweise mitgebracht hat, lange genug kreisen lassen, sehen wir vielleicht doch noch welche! Der wird natürlich auch stilecht aus einer Mini-Kuksa getrunken. Prost, cheers oder hölleken kölleken, wie es auf
finnisch – definitiv am nettesten – heißt!

Der Tag beginnt mit Hundefutter
Um acht Uhr am nächsten Morgen kommt Jari uns wecken. Ich glaube nicht, dass jemand wirklich gut geschlafen hat. Wobei es weniger an der Kälte gelegen hat, im Gegenteil. Klaus (der schnarcht) und ich (die angeblich durch die Nase pfeift) in den unteren Kojen sind für den Ofen zuständig. Um nicht dauernd daran denken zu müssen, wird er bis zum Anschlag mit Holz gefüttert, was eine beachtliche Wärmeentwicklung zur Folge hatte: Saunafeeling für die vier Engländer auf der Galerie, und auch unten hätte man den Thermoschlafsack nicht gebrauchtA Aber auch hier bringt ein nächtlicher Gang aufs Örtchen Abkühlung: Mit Stiefeln und Stirnlampe in die Nacht hinaus, über mir ein unglaublicher Sternenhimmel. Auf dem
Donnerbalken ist freundlicherweise eine Styroporbrille montiert – so muss ein Polarklo sein!!

Gähnend steigen wir in Thermooverall und Boots, wobei es schwierig ist, im Dunkeln bei dem inzwischen herrschenden Durcheinander von überall zum Trocknen aufgehängten feuchten Klamotten seine eigenen zu finden. Und es ist nicht wirklich verlockend, eine fremde Gesichtsmaske mit getrocknetem Nasensekret (das könnte man auch deutlicher sagen, aber ich halte mich zurück!) überzustreifen! Vor dem Frühstück ist wieder Füttern angesagt. Die Hunde müssen etwas Zeit zum Verdauen haben, bevor es wieder auf den Trail geht, sonst kann sich der volle Magen drehen. Heute morgen gibt es die gleiche Mischung wie gestern, bloß mit viel mehr Wasseranteil. Um das Süppchen schmackhafter zu machen, schwimmen ein paar Fleischbrocken drin. Mein Sensibelchen Saana frisst trotzdem nicht. In der Sauna gibt es noch einen Rest warmes Wasser zum Waschen. Mein sorgfältig zusammengestellter Minikulturbeutel mit kleinen Portionen von Tages- und Nachtcreme, Mundwasser und Körperlotion ruft Lachsalven hervor. Verschämt begnüge ich mich wie alle anderen mit dem kurzen Gebrauch der Zahnbürste. Das mit der Hygiene wird ohnehin überbewertet!

Unser Frühstück ist leckerer als das der Doggies: Brot, Kaffee, Tee, Saft, Milch, Müsli, Yoghurt, Käse und Wurst. Dazu die von Jaris Frau selbstgemachte Moltebeer-Marmelade, eine Spezialität der Polarregionen. Sehr lecker, loben wir. Wir finden, sie schmeckt ein bisschen wie Orangenmarmelade. Wie sich herausstellt, ist es auch welche, Jari hat beim
Packen die Gläser verwechselt.
Aufbruch. Möglichst nichts zurücklassen, so schnell kommen wir nicht wieder her. Leider! Es ist Tag geworden, aber auch die Helligkeit macht es nicht leichter, die Hunde zu sortieren. Matt sucht seinen Leithund Black, ich halte nach Frank Ausschau. Sie sehen sich doch zum Teil sehr ähnlich… Nur Klaus, der mit seinem starken 6er-Gespann das Schlußlicht bildet, hat mal wieder alles im Griff. Er hat auch seine Kamera in einer trickreichen Konstruktion griffbereit am Schlitten und verspricht allen schöne Bilder vonder Tour.

Wilde Fahrt durch die Winterpracht
Die Landschaft ist heute noch faszinierender, obwohl sich die Sonne rar macht. Endlose Weite, vereinzelte Tierspuren im Schnee der Sumpfgebiete, ein großes Schneeloch am Waldrand, wo ein Elch gelegen hat. Doch ein auffliegendes Schneehuhn ist das einzige, was sich bewegt. Zwischen zwei Seen fahren wir auf dem schmalen Grat eines Moränenrückens entlang, der zu beiden Seiten hin steil abfällt. Achterbahn durch dichte Wälder – Kopf runter, sonst hat man den dicht mit Rentierflechten bewachsenen Ast im Gesicht! Die Kufen geraten in den Kurven des weichen Trails schnell in tiefen Schnee, aber wir schlagen uns ganz gut und genießen die rasante Fahrt. Vor der Pause noch einige Kilometer über den zugefrorenen Polojärvi, wo meine fünf weichen Schnauzen so richtig loslegen können. Yippie!! Die Bremse scharrt über blankes Eis, der Fahrtwind wird eisig. Ich versuche, zusätzlich
die Kapuze über den Kopf zu ziehen, schaffe es aber dabei, meine Mütze zu verlieren. Echt dumm gelaufen! Ein hilfesuchender Blick nach hinten – ob die wohl jemand aufsammeln kann? Nicht nur, dass sie der Saija Lodge gehört. Das Fahren nur mit der steifgefrorenen Gesichtsmaske ist fast unerträglich, und für den Rest der Strecke habe ich beide Händen auf den Ohren statt am Schlitten.

Lunchpause. Hunde und Schlitten sichern, im tiefen Schnee des Waldstücks am Kylmäluoma nicht so einfach. Heute werden Würstchen gegrillt, da muss der Abstand zu unserem Lagerfeuer etwas größer sein, sonst drehen unsere Vierbeiner durch. Ausgepowert sitzen wir im Windschutz, versorgt mit heißen Getränken und ich wieder mit Fellmütze – Alan hat sie gerettet! Jari kümmert sich wieder rührend um unser leibliches Wohl, schneidet das Grillgut ein und wendet es, verteilt Senf und Brot. Ein Finne, erklärt er, braucht genau vier Sachen, wenn er in die Wildnis geht: seine kuksa, seinen scharfen Finnendolch, die Kaffeekanne und ein Paket Grillwürste. Die spinnen, die Finnen! Aber praktisch sind sie schon… Ab und zu lässt er einen lauten Schrei in Richtung Hundemeute los. Dann ist für fast vier Sekunden Ruhe, bevor das Geheul wieder anfängt.

Ein letztes Mal den Schlitten klarmachen, noch zwei Stunden, bis wir wieder in der Lodge sind. Wir genießen jeden Meter, vergessen sind die leicht erfrorene Fingerkuppe und die kalten Ohren auf dem See, der einzige Abwurf in einer Kurve (Jari ist stolz auf sein gutes Team!) und die tränenden Augen im Rauch des Lagerfeuers. Es war einfach nur toll, ein einmaliges, wunderschönes Erlebnis!
Auf den letzen Metern werden unsere Hunde schon von den daheim-gebliebenen Kollegen lautstark begrüßt – wir haben es geschafft. Noch einmal Streicheln und Knuddeln. Danke, Windy und Inga, Saana, Frank und Nome, es war super mit Euch!
Wir bringen die Hunde in ihre Boxen. Uups, Inga ist plötzlich weg – da hab ich wohl aus Versehen einen Haken zuviel losgemacht… peinlich! Aber sie steht glücklicherweise ganz in der Nähe an einer Box und unterhält sich mit einem Kumpel. Wir machen noch die Schlitten, Leinen und Geschirre klar. Obwohl die Wärme unserer gemütlichen Blockhausappartements lockt, kann sich noch keiner von den Huskies trennen. Unuk , Windys vier Monate alter Sohn, muss gestreichelt werden, und auch die beiden wuscheligen Welpen Sanni und Senni mit ihren tapsigen Pfoten sind immer für ein Foto gut. Und dann sind da noch Nikiuk und Nutok, auch Windys Söhne aus einem früheren Wurf. Die Teenager sind schon jetzt sehr groß und kräftig, zwei wunderschöne Siberians mit den typischen blauen Augen, immer auf der Suche nach unvorsichtigen Streichlern, denen sie den Handschuh klauen können. Tom, der Ausbrecherkönig, hängt schon wieder über dem obersten Holzbalken seiner Box, immer bereit, den Laden etwas aufzumischen!

Abends treffen wir uns alle an den langen Holztischen des gemütlichen Restaurants und genießen finnische Spezialitäten, erklärt und kommentiert von Helena Karppinen, die mit ihrem Mann Asko die Saija Lodge leitet und die mit ihrer herzlichen Art dafür sorgt, dass man sich hier sofort wie zuHause fühlt!
Beim Schein der Kerzen ist unsere gemeinsam erlebte Tour das Hauptthema. Sechs gestandene Musher(innen) fachsimpeln über die erlebten Abenteuer, als wenn wir ein Leben lang nichts anderes getan hätten als das Iditarod zu bestreiten! Dabei werden wir heute in einer Woche alle wieder vor irgendwelchen Bildschirmen sitzen, das Telefon am Ohr, und uns über den Feierabendverkehr ärgern.

Aber träumen darf man ja schon mal von einer weiteren Winterwoche in der Saija Lodge. Mit Schlitten und Schneeschuhwandern, mit Rentieren und Rauchsauna. Mit Eisfischen und Eislochbaden. Und mit vielen freundlichen Huskies. Im nächsten Jahr!

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Eishockey-Weltmeisterschaft DEUTSCHLAND vs FINNLAND

von Lisa | 5. Mai 2011

Am Freitag, den 6.5.2011 unbedingt einschalten! Das deutsche Team von Nationaltrainer Uwe Krupp hat morgen die Chance sich gegen die große Eishockeynation Finnland zu beweisen und sich somit einen Schritt näher Richtung Finalspiele zu bringen! Spielbeginn ist um 16:15 Uhr. Zur Zeit liegt Deutschland in der Zwischenrunde VOR Finnland!

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Reisebericht von Frau Dröge – “Schneeflöckchen im Bauch”

von Lisa | 16. März 2011

Die Reise „Schneeflöckchen im Bauch“ war rundherum gelungen. Alles hat riesig Spaß gemacht – den Tretschlitten würden wir allerdings nicht noch mal buchen.  Aber alles andere, ob Motorschlitten oder Schneeschuh, war großartig.

Insbesondere war natürlich der Husky-Ausflug das prägende Erlebnis der Reise.  Wir haben durch Kontakt zu Mitreisenden anderer Nationalitäten gelernt, dass es unterschiedliche Programme gab. Das, was Fintouring herausgesucht hat, war jedoch das Beste. Wir hatten auch noch insofern Glück, als bei unserem „Hundebesitzer“ kürzlich Welpen angekommen waren – die gesamte Gruppe hat sich natürlich intensiv Zeit genommen, die Neuankömmlinge zu bewundern.

Auch der Ausflug mit den Rentieren war für uns ein Novum – genauso, wie die Fahrt zum sehr schönen Zoo in Ranua. Mitreisende Kinder kamen natürlich im Weihnachtsmanndorf voll auf ihre Kosten. Die Mütter und Väter nahmen für ein Foto mit Santa gern eine Stunde Wartezeit in Kauf. Das Ergebnis, das uns eine Mitfahrerin zeigte, liess sich durchaus sehen…. Uns blieb „nur“ das Shoppen – mein Mann erstand ein wunderschönes Messer, ich bekam einen einmalig schönen Anhänger.

Viel zu schnell war die Zeit für den Heimflug gekommen.

Minus 20 Grad tagsüber waren kein Problem, und auch minus 35 nachts konnten uns nicht schocken….

Liebe Grüsse an das gesamte Team!!

PS:  Für Ski-Anfänger ist das Gebiet auch ideal.

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Unterwegs im südwestfinnischen Schärengebiet

von Lisa | 22. Februar 2011

Ein Bericht von Katrin Donath

Für unseren Sommerurlaub 2010 hatten wir uns vorgenommen, die Schärenringstraße an der Westküste Finnlands zu erkunden. Wunderbare Radwege und viele kleine Fährverbindungen ermöglichen hier ein „Inselhüpfen“ mit dem Fahrrad.

Unsere Anreise erfolgte über Schweden mit der Vogefluglinie. Von Puttgarden mit Scandlines nach Roedby und dann weiter über die Öresundbrücke nach Schweden. Auf der E4 gings dann ca. 600 km quer durch Schweden mit Ziel Stockholm. Eine wunderschöne Mittagspause machten wir in Gänna am Vätternsee im Gyllene Uttern Hotel. Es liegt auf halber Strecke und man genießt einen traumhaften Ausblick von der Terrasse hoch über dem Vätternsee – unbedingt empfehlenswert! Außerdem finden „Naschkatzen“ hier eine besondere Spezialität – die bekannten Lakritzstangen aus Gränna werden hier hergestellt.

Abends in Stockholm angekommen, übernachteten wir in einem kleinen Hotel außerhalb der Stadt. Leider waren im Zentrum von Stockholm alle Hotels ausgebucht. Empfehlenswert wäre sonst das Scandic Sjöfartshotel direkt am Hafenanleger der Fähre Viking Line. Diese Fähre hatten wir für den darauf folgenden Morgen gebucht, um von Stockholm nach Mariehamn zu gelangen. Eine traumhafte Schiffspassage entlang an unzähligen Schäreninseln. Zwischen Schweden und Finnland befinden sich insgesamt 90 000 kleine Inseln (60 000 vor Stockholm, 10 000 bei Aland und 20 000 Inseln vor der westfinnischen Küste). Es ist wirklich sehr beeindruckend mit der Viking Line oder Silja Line diese Inseln zu passieren. Mein Mann  hat mit seinem  „Schnappschuss-Foto“ einen sagenhaften „Kontrast“ festgehalten.

In Mariehamn kamen wir gegen 14:10 h an und hatten noch genügend Zeit bis zur Weiterfahrt 18:00h von Längnäs nach Svinö. Da wir unsere Fahrräder mitgenommen haben, nutzen wir diese verbleibende Zeit, die Insel Mariehamn mit dem Rad zu erkunden.  Mariehamn ist die Hauptstadt Ålands und die einzige Stadt des Archipels. Hier liegt auch das bekannte Segelschiff  „Pommern“ am Hafen. Eine Besichtigung lohnt sich!

Nach Ankunft auf der Insel Svinö fuhren wir mit unserem Auto und Fahrrädern zum Gästehaus Enigheten Föglö, einem historischen kleinen Bauernhof mit sehr schönem Gästehaus und liebevoll hergerichteten Zimmern.

In Schweden findet man oft Unterkünfte mit Gemeinschaftsdusche/WC, so auch hier. Doch dies fanden wir nicht störend, denn die Atmosphäre dieser Unterkunft ist einfach „heimelig“. Wir haben den Abend auf der schönen Terrasse genossen und uns sehr wohl gefühlt. Die Küche hier ist übrigens hervorragend! Die Fahrradtour von fintouring macht auch hier Station:

Am nächsten Morgen gings dann um 10:35h mit der Fähre von Överö nach Gatlby (Korppoo).

Da wir noch mit Pkw unterwegs waren, hatten wir die Fähre im Voraus gebucht. Dies ist zu empfehlen, da nur eine begrenzte Anzahl Autos auf der Fähre Platz haben.

Um 15:00h in Korppoo angekommen, fuhren wir zum Hafenanleger des Hauseigentümers vom Ferienhauses B306

Es ist für mich immer etwas ganz Besonderes, persönlich unsere Ferienhausvermieter kennen zulernen. Das Ehepaar Boje und Mia sind sehr freundlich und ausgesprochen hilfsbereit. Hier fühlt sich jeder Ferienhausgast absolut wohl, da bin ich mir sicher!

Von hier starteten wir dann nach 2 Tagen unsere eigentliche Radtour. Wir wurden mit unseren Rädern auf einem Boot zur Insel Houtskär gebracht. Die Sonne schien und die Tour konnte nun beginnen. Ausgerüstet mit Satteltaschen und Trinkflaschen fuhren wir los. Wir hatten bis dahin noch keine Vorstellung, was uns rein fahrradtechnisch erwarten würde und waren begeistert. Die Radwege, entlang der Straße bieten ein sehr abwechslungsreiches Höhenniveau. Einen Fahrradhelm sollte man unbedingt tragen, da die Abfahrten teilweise schon recht schnell werden. Irgendwann habe auch ich am Berg abwärts nicht mehr gebremst, um den nächsten Berg leichter zu erreichen. Es macht richtig Spaß hier zu radeln. Die Landschaft ist einzigartig und wenn man die Augen auch mal abseits der Straße nach rechts und links schweifen lässt, entdeckt man einzigartige Natur.

Auf der Insel Houtskär fuhren wir dann bis Mossala zum nächsten Fähranleger. Hier befindet sich auch ein sehr schöner Campingplatz. Die Fähre fährt mehrmals täglich und für Radfahrer ist eine Vorreservierung nicht erforderlich. Man sollte sich nur im Vorfeld über die Abfahrtszeiten informieren, so unsere Erfahrung! Denn uns fuhr die Fähre vor der Nase weg und wir hatten dadurch einen Aufenthalt von ca. 1,5 h. Hier gibt es aber einen netten kleinen Imbiss, wo man auch schön draußen sitzen kann, so dass die Wartezeit recht schnell verging.

Mit der Fähre nach Iniö und dort weiter per Rad zum Fähranleger in Kannvik. Von Kannvik dann weiter zur Insel Kustavi, wo unsere nächste Unterkunft auf uns wartete. Wir hatten bei der Eigentümerin vom Haus B316 reserviert. Auf der Insel Kustavi ist ein großer Supermarkt und hier konnten wir für den Abend „Makkaras“ (finnische Grillwürstchen) und andere Leckerein kaufen. Kurz nach dem Supermarkt erreicht man noch einen Fähranleger mit einer kostenlosen gelben Fähre. Alle gelben Fähren zwischen den Inseln sind kostenlos.

Auf der Fähre wurden wir vom Sohn der Hauseigentümerin begrüßt. Unsere Fahrräder packte er in seinen VW-Bus und brachte uns zum Ferienhaus. Eine nette Überraschung!

Am Ferienhaus angekommen, erklärte er uns alles Nötige und dann beschnupperten wir erst einmal unsere Unterkunft. Das B316 ist ein einfaches aber schön gelegenes Ferienhaus. Wir heizten die Sauna und den Grill an und verlebten dann einen sehr netten Abend bei Kerzenschein, leckeren Grillwürstchen und rauschendem Meer. Es hat uns hier sehr gefallen.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt dann weiter. Unser nächstes Ziel hieß Merimasku.

Von Hakkenpää nach Velkua gibt es täglich nur 2 Fährverbindungen, eine recht früh am Morgen gegen 09:00 h und eine am späten Nachmittag. So kam uns die Idee, auf eigene Faust einen Umweg zu fahren und somit unsere Tagestour auf 74 km auszubauen. Am Abend sollten wir doch merken, dass wir uns hier etwas übernommen hatten. Dennoch war die Strecke sehr abwechslungsreich. Unterwegs sahen wir das Dorfmuseum in Mitoinen und legten eine Pause zur Besichtung ein. Hier wurde uns sogar eine persönliche Führung angeboten, die sehr interessant war.

Generell lagen unsere Tagestouren zwischen 50-60km. Da man aber sehr oft mit der Fähre von Insel zu Insel unterwegs ist, bieten sich genügend Ruhepausen und man kann diese Etappen gut bewältigen.

Bei unserem fintouring Reisevorschlag „Stadtflair und Meeresbrise“ für den Sommer 2011 liegen die Tagestouren zwischen 30 – 43km und dies ist völlig ausreichend, da das Radelniveau doch recht anspruchsvoll ist.

In Merimasku angekommen, fuhren wir zum Bauernhof Taartisten Tila, unsere nächste Bleibe für die Nacht. Die Unterkunft gleicht einem Museum, welches durchaus sehenswert ist. Jedoch für eine Übernachtung absolut nicht geeignet. Nach unserer anstrengenden Tagestour haben wir trotz der harten Betten tief und fest geschlafen. Taartisten Tila haben wir aber aus unserem Inselhüpf-Programm herausgenommen und wird im nächsten Sommer nicht mehr angeboten.

Von Merimasku starteten wir dann am nächsten Morgen wieder einen selbst auferlegten kleinen Umweg Richtung Naantali (ca. 9 km). Begeistert von der wunderschönen Altstadt und dem Flair dieses Hafenstädtchens, verbrachten wir hier den Vormittag und fuhren dann weiter Richtung Hanka. Kleiner Tipp am Rande:  12 km von Naantali in Richtung Rymättylä befindet sich ein sehr schönes Restaurant mit dem Namen „Pohjakulma“, etwas abseits von der Hauptraße gelegen. Während der Sommersaison bis Mitte August wird hier von Dienstag bis Freitag ein ganz leckeres und reichhaltiges Mittagsbuffet von 11:00 h-16:00 h für preiswerte 13 EUR/p.Person geboten. Ein sehr schönes Restaurant mit herrlicher Terrasse.

Diese Tagestour war wieder besonders schön.

Von Hanka nahmen wir die Fähre nach Nauvo, ebenfalls eine sehr schöne Insel.

Direkt am Hafen steht das Hotel Strandbo. Für mich sehr interessant, da wir dieses Hotel auch schon früher unseren Kunden vermittelt haben.

Unsere Fahrt ging nach Gyttja zum Gästehaus Västergard. Tom, der Besitzer, erwartete uns bereits. Ein sehr gepflegtes Domizil mit sehr liebevoll eingerichteten Zimmern. Unterwegs hatten wir wieder etwas für unser Abendessen eingekauft. Wenn man Bed&Breakfast- Unterkünfte im Schärengarten bucht, gibt es vor Ort oft die Möglichkeit, sich sein Abendessen z.Bsp. auf einem Grill oder in der Küche zuzubereiten. Jedenfalls haben wir dies bei all unseren Unterkünften so erfahren.

Auf der Terrasse hinter dem Gästehaus mit herrlichem Ausblick haben wir gemütlich zu Abend gegessen und mit Tom ein Gläschen Wein getrunken. Mit ein bisschen Glück kann man von dieser Terrasse aus Elche auf den weit reichenden Feldern beobachten. Wir hatten an diesem Abend jedoch leider kein Elch-Glück, sondern haben nur mehrere große Hirsche gesehen. Diese Unterkunft hat uns besonders gut gefallen und Tom ist ein perfekter und umsichtiger Gastgeber.

Die letzte Etappe stand nun an und wir radelten Richtung Kaarina, einem Ort kurz vor der westfinnischen Hafenstadt Turku. Diese Tour hielt für uns wieder tolle Entdeckungen bereit. Unbedingt zu empfehlen ist eine längere Radelpause bei Sattmark. Hier kann man finnische Köstlichkeiten probieren und man sitzt sehr schön unter riesigen Sonnenschirmen vor einem kleinen Café mit ganz besonderem Flair. An diesem Rastplatz gibt es auch einen kleinen Badestrand. Das Wetter während unserer Tour war einfach klasse und so nutzen wir oft die Gelegenheit, bei einer Pause ins kühle Nass zu springen! Oftmals waren wir ganz allein im Wasser – einfach herrlich!

Doch zum Baden war es uns hier noch zu früh, so dass wir erst in Parainen den öffentlichen Badestrand nutzten. Im dortigen Kiosk lockte ein Sonderangebot „Makkara+Bier“ für nur 5 EUR  – ein richtiges Schnäppchen!

In Kaarina angekommen, fanden wir unser Auto gut geparkt am verabredeten Treffpunkt. Tolle Organisation von Daniel und Tina J Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle!

Wir wechselten von 2 Rädern auf 4 Räder und fuhren nach Turku, um noch etwas Sightseeing zu machen. Besonders schön fanden wir in Turku den Hafen mit den vielen kleinen Restaurants und den Booten. Am späten Nachmittag ging es dann nach Helsinki. Hier hatten wir das Sokos Hotel Vaakuna Helsinki gebucht, um die Stadt an den folgenden 2 Tagen zu erkunden. Das Hotel liegt direkt im Zentrum gegenüber vom Bahnhof und hat eine schöne Dachterrrasse im 10.Stockwerk. Auch das Hotelrestaurant befindet sich im 10.Stock und man kann hier seinen Morgenkaffee bei traumhafter Aussicht genießen.

Helsinki im Sommer ist einfach der Wahnsinn. Als gebürtige Dresdnerin bin ich ein reges Stadtleben gewohnt, doch die sommerliche Partystimmung in Helsinki ist einfach unglaublich. Hier gibt es keine Sperrstunde J sondern hier pulsiert an den Wochenenden  das Leben bis in den frühen Morgen. Es macht richtig Spaß mittendrin zu sein, einfach klasse!

Unsere Rückfahrt mit Finnlines von Helsinki nach Travemünde lies unsere Reise wunderbar und entspannt ausklingen.

Bei herrlichstem Sonnenschein an Deck des Schiffes mit einem Buch in der einen Hand und einem „kühlen Blonden“ in der anderen Hand lässt es sich gut aushalten. Das nenn ich Erholung – besser geht’s nicht! Für meinen lieben Mann war es der erste Sommerurlaub in Finnland und ich bin mir sicher, es wird nicht der letzte gewesen sein. Ihn hat die Landschaft,  die Ruhe und die finnische Gelassenheit „verzaubert“.

Ich freue  mich schon jetzt auf unsere nächste Sommer-Finnlandreise.

Falls Sie Lust auf Finnland bekommen haben und mehr über Land und Leute erfahren möchten, empfehle ich gern das Buch „Gebrauchsanweisung für Finnland“ von Roman Schatz. Der deutsche Autor folgte einst selbst vor über 20 Jahren seiner großen Liebe nach Finnland und lebt seitdem in Helsinki. Er hat wirklich hervorragend die Eigenheiten der Finnen beobachtet und sehr amüsant in seinem Buch zusammengefasst. Ich verspreche Ihnen ein interessantes Lesevergnügen – viel Spaß damit! http://www.piper-verlag.de/gebrauch/buch.php?id=16215

Katrin Donath

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Dankeschön Reise vom 9. – 13. Dezember 2010 – „Vom Winde verweht“

von Lisa | 22. Dezember 2010

KPK175311KPK175406KPK175508KPK175816Diese Reise geht definitiv in die Erinnerung jedes Teilnehmers ein. Abenteuer, Aufregung und Erlebnis pur! Am 9. Dezember (bzw. einen Tag vorher) sind wir alle aus unseren Heimatorten nach Rostock angereist. Hier gab es gleich die erste Konfrontation mit dem Wetter. Der Schneefall hat den ein oder anderen Autofahrer geärgert und Züge verspäten lassen. Um 16:30 Uhr legte das Schiff von Finnlines in Rostock ab – 2 Kunden hatten es leider nicht mehr geschafft und durften dann die Strecke Travemünde – Helsinki „ausprobieren“.

Wir hatten unseren Empfang auf Deck 11 bei der Bar. Eine stimmungsvolle Einstimmung auf unsere Reise bot uns Mervi Sauer aus Kuhmo, die uns finnische Folklore vorsang und übersetzte.

Nach dem Abendbuffet hielt Klaus-Peter Kappest sein Reisefotografen Seminar. So konnte man in den nächsten Tagen das Erlernte ausprobieren bzw. noch einmal über die Thematik in der Praxis diskutieren. Danach war es Bettzeit – die Ruhe vor dem Sturm, alles verlief nach Plan.

Am Freitag, den 10. Dezember, legte Finnlines pünktlich in Gdynia an und wir fuhren mit 2 Bussen Richtung Danzig. Hier trafen wir wieder auf den Schnee! Es gab so viel weiße Pracht, dass die Aussicht aus dem Bus leider nur begrenzt war. Dafür waren die ausführlichen Erzählungen der Stadtführerinnen umso lebendiger. In Danzig bekamen wir einen kleinen Eindruck, wie viel Schönheit diese Stadt zu bieten hat. Der ein oder andere lernte Neues über das polnische Leben und gewann Lust, diese Stadt bald einmal wieder zu besuchen zu kommen.

Zurück auf dem Schiff konnten wir uns alle am Mittagsbuffet stärken und dann ging es los…Der Sturm kam und ein gemeinsames Treffen auf Deck 11 fand eher begrenzt statt. Auch das Abendprogramm musste geändert werden. Klaus-Peter Kappest musste seine Zeit auf der Kabine verbringen. Auch den Film konnten wir nicht zeigen, da diese exklusive Technik von Herrn Kappest für uns „Mädels“ nicht verständlich war. Nach mehreren Versuchen gaben wir auf und gingen ins Bett.

Am 11. Dezember legte Finnlines pünktlich in Helsinki an und wir nahmen unsere 2 Gäste, die von Travemünde gefahren waren, in unserer Mitte auf. Die einen begaben sich nun auf eine Stadtrundfahrt mit Dr. Stefan Tschirpke, die anderen trafen Freunde und Familie oder gingen einkaufen. Zu erwähnen sei noch, dass Schneechaos in Helsinki herrschte. Die weihnachtliche Stimmung war wundervoll. Das Gehen war auf der anderen Seite leider sehr gefährlich – nicht schaukelig aber rutschig. Und das wurde dann leider auch einem von uns zum Verhängnis. Um 16 Uhr traf man sich wieder am Hauptbahnhof bei den Bussen und fuhr zurück zum Hafen.

Wir schafften es noch, unseren Patienten zum Schiff zu bringen, jedoch stellte sich später heraus, dass ein Krankenhausbesuch in Helsinki nötig ist. Aufgrund der außergewöhnlichen Wetterbedingungen hatte Finnlines dann auch eine Verspätung bei der Abfahrt.

Abends konnten wir dann an Bord nach dem Essen den Vortrag über Norwegen, Schweden und Spitzbergen von Klaus-Peter Kappest genießen.

Am 12. Dezember traf man sich nach dem Frühstück zum Tonttu Basteln. Herr Sauer, der nun mit seiner Familie im finnischen Karelien, im Ort Kuhmo, lebt, erzählte uns von finnische Weihnachten und den finnischen Wichteln, Tonttus. Das Basteln hat viel Spaß gemacht und es wurden viele Kunstwerke fotografiert. Danach konnte man sich bei der enormen Tonttu Auswahl noch für Weihnachten eindecken. Wer einmal wieder in dieser Richtung etwas sucht, der kann gerne direkt mit Herrn Sauer Kontakt aufnehmen: www.silastonttukyla.com .

Nach dem Mittagessen wurde dann kurzfristig das Programm umorganisiert. Die ersten Gerüchte eines weiteren Sturms kursierten, so dass wir auf Nummer sicher gehen wollten. Es sollte doch jeder die Gelegenheit haben, sich den Finnland Vortrag von Klaus-Peter Kappest anzuschauen. Nach der Tombola (die Fragen des Quiz waren dieses mal wirklich nicht so einfach) ging es nun auf eine Reise zwischen Mittsommer und Polarnacht.

Nach dem Abendessen liefen wir auch bald aus Gdynia aus und sobald wir den ruhigen Hafen verließen, fing es wieder an zu schaukeln. Unglaublich! Wir zeigten einen Film vom Weihnachtsmann, der viele zu Tränen rührte. Sicher träumte der ein oder andere danach von Weihnachten in Lappland. Die Technik konnte noch bei viel Gelächter und Taumeleien sicher abgebaut werden. Danach verfolgte ein kleiner Kreis an Hartgesottenen die Schiffsroute, -geschwindigkeit und Gradabweichungen. Bei Orkanstärke 11 blieb auch keine Flasche im Shop mehr heile und der Kapitän musste den Kurs ändern.

Ab 3 Uhr nachts wurde es ruhiger und wir konnten unseren Schlaf nachholen. Übrigens: die Kinder schliefen in dieser Nacht von 21 Uhr abends bis 9 Uhr morgens: das nennt man einen gesunden Schlaf!

Am nächsten Morgen konnten wir alle noch ein Frühstück und sogar ein Mittagsbuffet genießen. Aufgrund der Verspätung in Rostock, hat Finnlines den Gästen noch kurzfristig eine zusätzliche Mahlzeit geboten. Das half uns allen, den Rückweg in Deutschland noch zu meistern. Auch hier wurden wir wieder mit Schnee konfrontiert.

Bilder zu diesem Bericht finden Sie unter www.blog.fintouring.de

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Tour-Natur Messe 2010 Düsseldorf

von Lisa | 9. September 2010

TourNatur

Towartlegende Sepp Maier und Hochspringerin Ariane Friedrich eröffneten am vergangenen Wochenende die Wander- und Trekkingmesse “TourNatur” in Düsseldorf. Wir waren auf der Messe vom 3. – 5.9. mit dabei. Auch Angelika und Ihre Rentiere Novaly und Wary von der Rentierschule (www.rentierschule.de)  nahe Wolfsburg brachten finnische Atmosphäre in die Messehallen und kleine Rentiersafaris  auf dem Freigelände ließen Kinderaugen strahlen!
Den nächsten Auftritt haben die Rentiere am 18.9.10 mit uns beim Finnlandtag in Aschersleben.

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